Das Fach Musik bietet in der sonderpädagogischen Arbeit besondere Chancen. Es eröffnet, unabhängig von sprachlichen, kognitiven oder motorischen Voraussetzungen, vielfältige Zugänge zu Ausdruck, Kommunikation, Wahrnehmung, Bewegung und Teilhabe.
Angstfreies Musizieren bietet für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen, die Chance auf individuellen künstlerischen Ausdruck ohne Bewertung oder Wettbewerb.
Der Transfer-Effekt im Hinblick auf den Zusammenhalt in der Gruppe, wie z.B. das Aufeinander Hören, Abwarten, Empathiefähigkeit etc. begünstigen eine Entwicklung erwünschter sozialer Kompetenzen bzw. inklusiver Prozesse (sh. Bastian Studie u.a.)
Ziel ist es, den Musikunterricht so zu gestalten, dass allen Schülerinnen und Schülern ästhetische Erfahrungen, Selbstwirksamkeit und aktive Teilhabe ermöglicht wird.
Praxisbezogene Lerninhalte
Im Musikseminar stehen praxisbezogene und handlungsorientierte Lerninhalte im Mittelpunkt. Ziel ist es LiVd konkrete Anregungen, Methoden und Materialien an die Hand zu geben, mit denen sie einen barrierearmen, motivierenden und inklusiven Musikunterricht gestalten können.
Durch bewegungsorientierte Zugänge werden musikalische Inhalte körperlich erfahrbar gemacht. Ebenso wird die Liederarbeitung praxisnah behandelt-von der Auswahl geeigneter Lieder über methodische Schritte bis hin zu Differenzierungs- und Unterstützungsformen für heterogene Lerngruppen.
Weitere zentrale Inhalte sind Bodypercussion und Klassenmusizieren, insbesondere unter Bedingungen didaktisch-methodischer Reduktion. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie auch mit einfachen Mitteln gemeinsames Musizieren ermöglicht und barrierefreie Zugänge zu Rhythmus, Klang und musikalischer Gestaltung begünstigt werden können.
Darüber hinaus ist der Umgang mit digitalen Medien und KI im Musikunterricht ein zentrales Thema. Die LiVd lernen praxisorientierte Einsatzmöglichkeiten kennen, etwa zur Unterstützung kreativer Prozesse, zur Individualisierung von Lernangeboten oder zur Unterrichtsorganisation – stets mit Blick auf pädagogischen Mehrwert und einen reflektierten Einsatz.
Darüber hinaus wird die ethnologische und kulturelle Vielfalt von Musik thematisiert und in die Seminararbeit bzw. im schulischen Kontext integriert. Musik unterschiedlicher Kulturen dient als Ausgangspunkt, um Offenheit, Wertschätzung und Teilhabe zu fördern und die Lebenswelten der Schülerinnen und Schüler im Unterricht aufzugreifen bzw. sicht- und hörbar zu machen.
Insgesamt versteht sich das Musikseminar als ein praxisnaher Erprobungs- und Reflexionsraum, in dem die LVd Musik selbst aktiv erleben, Unterrichtsideen erproben und gemeinsam weiterentwickeln. Im Fokus steht dabei stets die Frage, wie Musikunterricht so gestaltet werden kann, dass alle Lernenden, unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen, aktiv teilhaben und musikalische Erfahrungen sammeln können.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit euch!

Peer Frenzke (Fachseminarleiter Musik)
(Anmerkung: für Teile des Textes wurde KI als Hilfe genutzt)